Da ist der kodakfarbene Atem der Photos der siebziger Jahre mit seiner erdigen Mitte. Das, was wir sehen, sehen wir schwer und gedämpft, ummantelt von einer ahnbaren Dunkelheit. Erde zerbröselt einem zwischen den tastenden, sich vergewissernden Fingerspitzen. Es wird gefühlt: Ein anderes Leben unter dem wirklichen Leben unter dem abgebildeten Leben: Ein mögliches: Ein sichtbares im Unsichtbaren. Wir wissen nicht wie, wir fühlen bloß: Ein Geheimnis greift in unsren Blick, versenkt seine Wärme in unsere Atemmitte.
Das alles ist längst vorbei. Heute zerplatzen die Augäpfel vor heliumnackter Abbildung. Hinter allen gestochen scharfen Bildern diese farbige Farblosigkeit. Wir sehen in die wirkliche Wirklichkeit: Ihr Gleißen ist schon Zeugnis des Untergangs. Hier, im Xenonschein, raffen die, die es sich leiten können. Die Glasknochen der modernen Welt werden aber zerspringen im Nichts eines kristallenen Atems: Nebelhauch vor bonbonfarbener Silhouette; er vergeht, der nicht da war, nie.
Auf einem der Fotographien ein kleiner Junge, er schreibt unter der Obhut des Lehrers: Beschwerlich ist der Gang durch eine beschwerliche Welt - vieles muss man lernen, um vieles einmal vergessen zu können: Das ist die Mitte.
Unsichtbar eine Tür auf dem Bild im Bild – sie bleibt den meisten verschlossen. Uns aber, die wir wissen, dass wir nichts weiter sind, zeigen sich wortlos die geöffneten Räume: Wir haben von der Unendlichkeit gegessen.
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